Ungeschriebene Gesetze im Berufsalltag
Ein Arbeitsvertrag beinhaltet alle Fakten und Regeln, die im normalen Berufsalltag zu beachten sind. Ist das so? Es gibt in der Tat einige ungeschriebene Gesetze, deren Beachtung gerade im Büro von äußerster Wichtigkeit ist, um einen reibungslosen Ablauf und ein faires Miteinander zu gewährleisten. Natürlich muss das Befolgen dieser Regeln von beiden Seiten, also von Arbeitnehmer und Arbeitgeber, gleichermaßen beachtet werden.
Als Arbeitgeber ist es wichtig zu erkennen, dass man sich zwar mit seinen Mitarbeitern gut verstehen kann, aber dieses Verhältnis nie auf eine freundschaftliche Ebene heben sollte. Ein Vorgesetzter sollte immer als ein solcher angesehen werden. Das Nicht- Umsetzen dieser Regel hätte zur Folge, dass ein privater Streit allzu leicht mit ins Büro genommen wird und da unerfreuliche Auswirkungen haben kann. Berufliche Entscheidungen, die daraufhin gefällt werden müssen, werden unweigerlich als Folge der privaten Auseinandersetzung gesehen werden.
Des Weiteren sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass ein Vorgesetzter alle seine Mitarbeiter gleich behandelt, niemanden bevorzugt und es unterlässt, weibliche Mitarbeiterinnen durch zu engen Körperkontakt zu belästigen.
Letzteres Thema wurde in den letzten Jahren immer aktueller. Gerade bei Menschen, für die ein Umarmen oder ein einfaches Schulterklopfen zum Alltag gehört, kann dieser Umstand eventuell auch falsch ausgelegt werden und zu unnötigen Problemen führen.
Arbeitnehmern ist es verboten, andere Kollegen zu unterdrücken und zu mobben. Auch wenn in einem Arbeitsvertrag das Unterlassen des Mobbens direkt angesprochen wird, stellt dies, wenn nachgewiesen, einen Kündigungsgrund dar, da dieser Umstand für das Opfer schwere psychische Probleme mit sich ziehen kann.
Zur Kleidung eines Arbeitnehmers ist zu sagen, dass diese, wenn keine spezielle Berufsbekleidung zur Verfügung gestellt wird, schlicht, einfach und nicht zu aufreizend sein sollte. Gerade in Großraumbüros wird sehr auf eventuelle Outfitfehler geachtet. Somit kann man sich mit dem richtigen Griff in den Kleiderschrank am Morgen einen Tag voller abschätzender Blicke sparen.