Lehrer werden ohne Studium als Quereinsteiger
In Deutschland herrscht Lehrermangel. Als Quereinsteiger bekommt man heutzutage eine gute Chance in den Beruf Lehrer einzusteigen oder zu wechseln, selbst ohne ein abgeschlossenes Studium. Quereinsteiger werden besonders als Nachhilfe oder aber an berufsbildenden Schulen eingesetzt. Wer eine Qualifikation im kaufmännischen oder technischen Bereich hat, kann dort sein Wissen an die Schüler weitervermitteln. Gerade in unterbesetzten Fächern wie Mathe oder Physik werden Aushilfslehrer gesucht.
Voraussetzungen sind jedoch Fachkenntnisse in dem jeweiligen Bereich, sei es durch Ausbildung mit Berufserfahrung oder auch ein anderweitiges Studium. Die Bundesländer unterscheiden sich in dieser Hinsicht, auch der Bedarf an Lehrkräften und die zu unterrichtenden Fächer sind verschieden. In Bayern werden z. B. Elektrotechniker gesucht, die eine Universitätsausbildung nachweisen können. In Nordrhein-Westfalen können Quereinsteiger u. a. Fächer wie Mathe, Physik, Chemie oder Englisch unterrichten. Mit einem Hochschulabschluss ist es noch möglich, Elektrotechnik oder Wirtschaftsinformatik zu unterrichten. Die meisten Stellen bieten die Bundesländer NRW und Baden-Württemberg.
Die Bedingungen sind bei Quereinsteigern und ausstudierten Lehramtkräften gleich. Grundsätzlich müssen beide zwei Jahre ein Referendariat machen und werden anschließend zu denselben Konditionen eingestellt. Bei Quereinsteigern gibt es jedoch Ausnahmen, die sofort mit dem Unterrichten beginnen können. Nach drei Jahren ist sowohl für Lehrer auf Lehramt als auch für Quereinsteiger eine Verbeamtung möglich, allerdings nur für Lehrer unter 38 Jahren.